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NOT MORE.
Perspektiven

Strategie und Entscheidungen

Sie können es selbst machen. Aber was kostet es Sie?

Eine Dienstleistung kann günstig wirken, bis Sie merken, wie viel Sie selbst noch tun müssen, damit sie ihren Zweck erfüllt.

Sie haben einen Dienstleister gefunden. Das Angebot angenommen. Die Rechnung bezahlt.

Trotzdem müssen Sie die Materialien vorbereiten, den Kontext erklären, die Beteiligten zusammenbringen, Ergebnisse prüfen und allem nachgehen, was noch offen ist.

Laut Angebot haben Sie eine Dienstleistung gekauft. In Ihrem Kalender ist ein weiteres Projekt gelandet, das Sie koordinieren müssen.

Manchmal passt diese Arbeitsteilung. Sie haben die nötige Erfahrung, Zeit und Unterstützung. Manchmal war aber gerade deren Fehlen der Grund, weshalb Sie Hilfe gesucht haben.

Bevor Sie zwei Preise vergleichen, sollten Sie deshalb auch vergleichen, was nach der Beauftragung jeweils bei Ihnen bleibt.

Der Zugang zu einer Lösung nimmt Ihnen noch nicht die Arbeit ab

Vielleicht haben Sie einen Website-Baukasten. Ein Tool, das Texte generiert. Ein Werbekonto. Einen Designer, der ein paar Stunden pro Woche verfügbar ist.

All das eröffnet Möglichkeiten. Für ein brauchbares Ergebnis müssen Sie weiterhin entscheiden, was entstehen soll, für wen, in welcher Reihenfolge und wie Sie prüfen, ob es funktioniert.

Jemand muss diese Arbeit übernehmen.

Ist sie weder im gebuchten Leistungsumfang enthalten noch intern klar zugeordnet, landet sie häufig bei Ihnen. In Form von Fragen, Freigaben, Nachrichten, Rückfragen und Entscheidungen, die niemand sonst treffen kann.

Die Kosten stehen nicht unbedingt auf einer zusätzlichen Rechnung. Sie zeigen sich in der gebundenen Zeit und in den Dingen, zu denen Sie nicht mehr kommen.

Zwei Angebote für dieselbe Leistung können Unterschiedliches umfassen

Nehmen wir eine Website.

Das erste Angebot umfasst Design und Umsetzung. Der Kunde liefert Struktur, Texte, Bilder und Vorgaben für die Formulare.

Das zweite umfasst zusätzlich die Klärung der Ziele, die Strukturierung der Informationen, die Texterstellung, die Abstimmung der Materialien und die Prüfung wichtiger Nutzerwege.

Beide Angebote können angemessen sein. Für ein Unternehmen mit einem gut aufgestellten internen Team ist vielleicht das erste richtig. Für einen Unternehmer, der diese Aufgaben niemandem übertragen kann, muss neben dem Preisunterschied auch der Unterschied beim eigenen Aufwand berücksichtigt werden.

Zwei Angebote für dieselbe Leistung können Unterschiedliches umfassen
Was geklärt werden sollteWarum es wichtig ist
Wer legt Struktur und Prioritäten fest?Offene Entscheidungen können die Umsetzung blockieren.
Wer erstellt Inhalte und Materialien?Die Umsetzung setzt voraus, dass sie vorliegen.
Wer koordiniert die Beteiligten?Ohne klare Zuständigkeit kann der Kunde zur Schnittstelle für alles werden.
Wer prüft das Gesamtergebnis?Die Lieferung aller Einzelteile garantiert nicht, dass sie zusammen funktionieren.
Was bleibt nach der Übergabe zu tun?Auch nach der Lieferung kann intern erhebliche Arbeit anfallen.

Ein teureres Angebot sollte genau erklären, welche zusätzlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten es übernimmt. Ein günstigeres sollte sichtbar machen, was beim Kunden bleibt.

Erst dann wird der Vergleich aussagekräftig.

Ihre Stunden zählen, auch wenn Sie sie nicht abrechnen

Stellen Sie sich zwei hypothetische Varianten für dasselbe Projekt vor.

Eine kostet 1.200 € und erfordert 25 Stunden Ihrer Mitarbeit. Die andere kostet 1.800 € und erfordert 8 Stunden. Die Schätzungen umfassen die Vorbereitung von Materialien, die Koordination und die Prüfung.

Der Unterschied beträgt 600 € und 17 Stunden.

Die Frage lautet: Lohnt sich dieser Aufpreis, um die 17 Stunden freizubekommen, sofern Leistungsumfang und Qualität bei beiden Varianten Ihren Anforderungen entsprechen?

Die Antwort hängt von Ihrer Situation ab.

Vielleicht haben Sie Zeit und möchten dazulernen. Vielleicht kann jemand aus dem Team das Projekt übernehmen. Oder Sie brauchen diese 17 Stunden gerade für einen Launch, bestehende Kunden oder eine wichtige Entscheidung.

Sie müssen nicht jede eingesparte Stunde in einen hypothetischen Umsatz umrechnen. Zurückgewonnene Zeit kann auch wertvoll sein, weil sie Überlastung verringert oder hilft, einen Termin einzuhalten. Die Zeitersparnis muss jedoch plausibel sein und auf Aufgaben beruhen, die tatsächlich übernommen werden.

Ein teurerer Dienstleister, der genauso viel Koordination benötigt, hat diesen Aufpreis damit noch nicht begründet.

Manchmal gibt es genug Dienstleister und zu wenig Koordination

Der Designer wartet auf die Texte. Die Texterin wartet auf die Struktur. Der Entwickler braucht Entscheidungen. Die Person für die Werbung wartet auf die fertige Seite.

Alle können kompetent sein. Trotzdem steht das Projekt still.

In dieser Situation kann eine weitere ausführende Person eine zusätzliche Beziehung schaffen, die betreut werden muss. Bevor Sie ein neues Team suchen, sollten Sie prüfen, ob eine Fähigkeit fehlt oder jemand, der für das Ganze verantwortlich ist.

Vielleicht braucht es ein gemeinsames Briefing, eine klare Reihenfolge der Schritte und jemanden, der die Abhängigkeiten im Blick behält. Vielleicht muss das Projekt auf das beschränkt werden, was jetzt nötig ist. Vielleicht muss ein Bestandteil überarbeitet werden.

Die Diagnose zählt, weil jede dieser Situationen eine andere Maßnahme verlangt.

Hier beginnt Strategie

Strategie verbindet das, was Sie erreichen wollen, mit dem, was Sie finanziell, organisatorisch und zeitlich tragen können.

Bevor wir die Leistung oder den Projektumfang festlegen, müssen wir verstehen:

  • Welches Ergebnis zählt in dieser Phase?
  • Was steht diesem Ergebnis im Weg?
  • Was kann das interne Team realistisch übernehmen?
  • Was sollte der externe Partner übernehmen?
  • Was ist dringend, und was kann warten?
  • Woran prüfen wir, ob die Maßnahme geholfen hat?

Die Antworten können zu einem umfassenden Projekt, einer gezielten Maßnahme oder einer Klärungsphase vor der Umsetzung führen.

Für ein Unternehmen kann es richtig sein, einen gesamten Verantwortungsbereich auszulagern. Für ein anderes reichen vielleicht ein einfaches System und einige Stunden Unterstützung, um intern weiterarbeiten zu können.

Der Wert einer Empfehlung entsteht dadurch, dass sie zur konkreten Situation passt.

Wie wir vorgehen würden

Bei NOT MORE. würden wir zuerst ermitteln, wo Aufwand entsteht und warum.

Wir würden die Aufgaben, die Ihren Beitrag erfordern, etwa Unternehmensentscheidungen und die Prüfung sachlicher Informationen, von denen trennen, die ein Team übernehmen kann: Materialien strukturieren, die Umsetzung koordinieren, Abhängigkeiten verfolgen und Ergebnisse prüfen.

Anschließend würden wir die Verantwortlichkeiten klären, bevor wir den Projektaufwand schätzen. Was wir liefern, was wir von Ihnen brauchen, wann Sie gefragt sind und wer entscheidet, wenn es stockt.

Eine gute Zusammenarbeit braucht Beiträge von beiden Seiten. Ihr Beitrag soll notwendig und planbar sein, unsere Verantwortung klar.

Was kaufen Sie eigentlich?

Mit einer Dienstleistung entscheiden Sie sich auch für einen bestimmten Weg zum Ergebnis.

Manche Varianten erfordern mehr Geld und weniger interne Zeit. Andere brauchen ein kleineres Budget und mehr Mitarbeit von Ihnen. Beides kann passen, wenn Sie diese Abwägung vor der Beauftragung verstehen.

Probleme entstehen, wenn Sie nur die Rechnung einplanen und die übrigen Verpflichtungen erst unterwegs entdecken.

Fragen Sie beim nächsten Angebot auch: „Was muss ich nach der Bezahlung selbst noch tun, damit dieses Projekt gelingt?“

Die Antwort kann Ihnen genauso viel sagen wie der Preis.

Beansprucht ein Projekt mehr Zeit, als es sollte?

Wir können mit einem Gespräch über Engpässe, Verantwortlichkeiten und sinnvolle Vereinfachungen beginnen.

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